Aktuell

Photobastei - Stephan Bösch

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„Finsternis. Rutschiger Matsch unter meinen Füssen. Meine Aufmerksamkeit ist ganz auf den Klang des Gschells* gerichtet. Die einzelnen Klangfarben ergeben ein Ganzes, das gleichmässig pulsiert. Ich gebe mich der Benommenheit hin. Die Zeit hebt sich auf. Doch immer wieder zuckt der grelle Blitz auf, und die Realität erscheint in Fragmenten. Kurz genug, um in der Benommenheit und im Klang zu bleiben. Lang genug, um die Bilder wahrzunehmen: triefend nasses Grün, dampfende Kuhleiber. Angestrengte Gesichter. Ein gewisses Leiden. Eine gewisse Last. Die Last der Tradition? Ich lasse die Herde an mir vorbeiziehen. Die Bäuche der schweren Tiere drücken von beiden Seiten auf mich ein. Der Druck auf meinen Körper und die Wärme erinnern mich für einen Augenblick an einen Albtraum aus meiner Kindheit. Ich kämpfe mich wieder nach vorne. Mein Herz rast. Der Tag bricht langsam an. Mit ihm kommt die Realität zurück.
Wir kommen auf der Alp an. Die Sonne geht auf. Am liebsten würde ich gehen, um den Klang und die Bilder nicht mit dem Fassbaren wegzuspülen.“

Seit sechs Jahren fotografiere ich jedes Jahr einen Alpaufzug im Toggenburg. Anfangs waren es die Rückkehr in das Tal meiner Kindheit und die Faszination für die gelebten Traditionen, die mich dazu bewogen. Die Beschäftigung mit dem Brauchtum an sich wich dem Lichten der eigenen Herkunft und dem Entdecken des Tales Wesen.
Mit den Jahren löste sich die Kopflastigkeit in der Herangehensweise auf, wich der Intuition. Die Bilder entstehen so weniger aus einem Gedanken oder einer Planung heraus. Es ist die Ernte nach dem Warten, Wahrnehmen und Akzeptieren was ist.

Das Geschell besteht aus drei klanglich fein abgestimmten geschmiedeten Schellen, welche die Alp erfahrensten Kühe während dem Alpaufzug tragen. Auf halber Strecke werden sie den Tieren abgenommen und von zwei Bauern mit einem Joch getragen. Durch einen besonderen rhythmischen Schritt kommen die drei Schellen in eine harmonische Schwingung, wobei daraus Obertöne entstehen.

Text Stephan Bösch, Alpaufzug in der Nacht, Teil des Langzeitprojektes über die Nacht

 

 

Ausstellung:

Photobastei in Zürich, Alpaufzug in der Nacht, 4. Stockwerk,  10. Juli - 3. August 2014

 

Links:

photobastei.ch/Stephan Bösch

Stephan Bösch

 

Photobastei - Ursula Müller

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Letizia ist eines von neun Kindern, welches die Fotografin Ursula Müller seit 2006 einmal im Jahr, losgelöst aus ihrer alltäglichen Umgebung, in ihren zu kurz geratenen Kleidern vom Vorjahr und in jenen, welche ihrer aktuellen Grösse entsprechen, portraitierte. Die Hüllen bleiben sich gleich, die Mädchen und Jungen jedoch wachsen aus ihnen heraus und dies nicht nur im physischen Sinne. Das erste Mal erscheinen ihre Werke in der Photobastei in Zürich.

Am Donnerstag den 19. Juni 2014 findet ab 18 Uhr die Vernissage zur Ausstellung «Speed» statt.

Photobastei in Zürich, Ursula Müller, Speed, 3. Stockwerk, vfg Koje, 20. Juni - 1. Juli 2014

Links:

photobastei.ch

Ursula Müller

Der Rausch ist da!

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Es ist Sommer und wir verlagern unser Leben nach Draussen: Garten, Wiesen, Wald und Berg sind nun unser Wohnzimmer. Die Sonne sticht uns in die Augen und in Kombination mit dem blauen Himmel und dem Glace, welches uns ab der Waffel über die Finger tropft, lassen wir uns von ihr, der schönsten aller Jahreszeiten, berauschen. Der Rausch ist bereits unsere Nummer 23. Wir wünsche viel Lesespass!
Transhelvetica gibt es am Kiosk oder als Abo. 
Einblick ins Heft geben unsere Leseproben. 

Blütenpracht für die Ohren

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Bildquelle: IBT GmbH 

Seit dem 1. Juni gibt es in den prachtvollen Gärten der Kartause Ittingen eins auf die Ohren: Auf vier Audioguide-Themenwegen können Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch die Gärten und die Jahrhunderte, von der Quelle zum Labyrinth, vom Barockgarten zum Obst- und Weinbau oder von den Duftrosen zu den Fischteichen. Die Garten-Themenwege geben Einblicke in die klösterliche Heilkräutertradition und den Anbau von Obst, Gemüse, Hopfen und Reben gestern und heute. Garten und Landschaft finden in der Kartause Ittingen auch in der Kunst ihren Ausdruck. Wilde Gärten, der Barock und das Paradies laden ein zum Reflektieren über Mensch, Umwelt und Natur. 

ittingermuseum.tg.ch

Photobastei - Robert Bösch

Bösch

Erst gerade erschienen Robert Bösch's Bilder in unserer «Fux&Has» Ausgabe als Spezialedition und jetzt werden seine eindrücklichen Bergbilder in der Photobastei in Zürich als Teil der Nikon Galerie gezeigt. Die Ausstellung trägt den Titel Natur und zeigt nebst Robert Bösch's Giganten weitere fotografische Kunststücke. Zum Beispiel von Dionys Moser (Bilderreise), Daisy Gilardini (Wild Impressions), Laurent Geslin (Luchse im Visier), oder  Lorenz A. Fischer (Visions.
Am Mittwoch 28. Mai, ab 20.00 Uhr spricht Peter Rothenbühler mit Robert Bösch über dessen Bilder und Arbeit.

Photobastei in Zürich, Nikon Galerie, Natur, 5. Stockwerk,  22. Mai - 1. Juni 2014

Links:

photobastei.ch

Robert Bösch

Bild- und Arbeitsbesprechung mit Robert Bösch

Fux & Has ist da

CoverFuxundHas 

Pünktlich zu Ostern ist Fux & Has, unsere Nummer 22, für Euch zu haben. Aber keine Angst: Die transhelvetische Frühlings-Lektüre ist auch nach Ostern noch spannend. Wir gingen nämlich viel mehr als nur den Osterhasen auf die Spur. Wir suchten nach Mantafahrer und Schuhräuber und unterwegs traff uns Amors Pfeil. Zägg! Transhelvetica hat sich verliebt: In die Königin der Berge, die Rigi!

Ganz doll freuen tun wir uns zudem über das Cover. Die Künstlerin Chantelle Dinkel hat es extra für uns gemalt.Noch einmal ein grosser Dank an sie!

Wer Transhelvetica ab Ostern im Abo will, der bestellt ganz einfach online.

Gute Frühlings-Lektüre!

Photobastei - «Dschingis Khans Erben»

Schupisser

Thomas Schuppisser hat bei Transhelvetica mit seinen Fotografien schon drei Mal die Schweiz aus seiner Sicht gezeigt. Wir freuen uns seine Bilder jetzt in der Photobastei Zürich zu sehen.

Die Ausstellung «Dschingis Khans Erben» beginnt am 24. April 2014, ab 18 Uhr, an der Bärengasse 29 in Zürich, im 4. Stock. Am Samstag, 25. April ab 16 Uhr wird Thomas Schuppisser persönlich anwesend sein.

Thomas Schuppisser

Photobastei Thomas Schuppisser

Thomas Schuppisser in der Transhelvetica Ausgabe: Holz, Nebel und Pass

Photobastei - «dem Rotten entlang»

Photobastei

Zu Fuss nahm die walliser Fotografin Anna Gadient die Reise vom Rhone Gletscher entlang der Rohne bis zum Genfersee auf sich. Unterwegs beschäftigte sie sich mit Wirklichkeitsfotografie. Auf die Frage weshalb sie dies gerade im Wallis tut, antwortet Anna Gadient: «Auf dieser Reise treffe ich auf ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. Von den Bergen zum See, vom Extensive ins Intensive, von Spezialkulturen zu Ackerbau über die Viehzucht, alle Formen der Landwirtschaft sind vorhanden.»
Nun stellt sie in der Photobastei in Zürich aus, vom 03. bis 13. April.

Photobastei.ch

Wunder

 Cover Wunder

Seit dem 13. Februar strahlt die neue Transhelvetica aus den Regalen, in den Briefkästen oder hoffentlich bereits bei Ihnen zu hause.

Die wahre Lebenskunst liegt darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen, sich ihm anzunähern und es zu geniessen, ohne den Zauber zu verscheuchen. Daher möchten wir mit dieser Ausgabe dazu anregen, den Alltag zu durchschauen und den Blick auf die kleinen Details zu richten. Denn wenn wir das Wundern verlernen, verlernen die Wunder auch uns.

Transhelvetica gibt es im Einzelverkauf am Kiosk oder als Abo und Geschenkabo.

Die Schwester der Räthischen Bahn lebt in Hakone

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Am 3. August 2010 wurde in St. Moritz eine japanische Lok eingeweiht. Sie ist seither das Symbol der Partnerschaft zwischen der Räthischen Bahn und der Hakone Railway in Japan. In unserer aktuellen Ausgabe erzählen wir auf Seite 27 die ganze Geschichte dazu.
Aber ein Geheimnis lüften wir nur online. Was befindet sich unter der japanischen Flagge?  

Hier des Rätsels Lösung:

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Der Daruma (jap. だるま) ist einer der beliebtesten Glücksbringer in Japan. Er besteht aus Pappmaché und wird mit einem Gewicht beschwert, damit er nicht umfallen kann. Somit macht er Mut, sich in jeder Situation wieder aufzurichten. Oft wird er in buddhistischen Tempeln verkauft. Auf den Darumafiguren stehen die japanischen Schriftzeichen Glück oder Erfolg.
Die Figur stellt den buddhistischen Mönch und Zen-Patriarchen Bodhidharma (達磨, Daruma – daher der Name der Figur) dar. Die Darstellung der Figur ohne Arme und Beine geht darauf zurück, dass der Mönch angeblich neun Jahre im Meditationssitz vor einer Felswand sass, um die Erleuchtung zu erlangen. Da man im Meditationssitz keine Arme und Beine braucht, fehlen sie auch bei dem Glücksbringer. Der Mönch soll ausserdem Yoga und verschiedene Kampfkünste beherrscht haben und der Begründer der Shaolin-Kampfkünste sein. Der Sage nach soll Daruma einmal während dieser Meditation eingeschlafen sein. Als er aufwachte, ärgerte er sich dermassen über diese Disziplinlosigkeit, dass er sich die Augenlider abschnitt, deshalb die großen Augen.
Daruma gilt als Helfer bei der Erfüllung von Wünschen. Zunächst wird ein Auge des Glücksbringers ausgemalt und er an einen Ort gestellt, an dem man möglichst jeden Tag vorbeikommt. Ist der Wunsch in Erfüllung gegangen, wird das andere Auge ausgemalt. Dann kann die Figur in einem Tempel verbrannt werden.

Man sollte also in St. Moritz nach der Daruma Figur ausschau halten.

Wer das aktuelle Japan Heft noch nicht hat, kann es bei uns bestellen.